Tesla hat erneut Ärger wegen seiner Fahrassistenzfunktion Autopilot. Das Landgericht München I verurteilte den kalifornischen Konzern, einer Kundin den Großteil des Kaufpreises von gut 112.000 Euro für ein SUV des Typs Model X zurückzuerstatten. Das Gericht folgte Mitte Juni in dem bislang noch nicht bekannt gewordenen Urteil einem technischen Gutachten, wonach das Assistenzsystem Hindernisse – etwa die Verschmälerung einer Baustelle – nicht zuverlässig erkenne. Zudem bremse das Auto immer wieder unnötig ab. Dies könne gerade in Innenstädten eine »massive Gefährdung« bedeuten und zu Auffahrunfällen führen.
Das Argument der Tesla-Anwälte, wonach der Autopilot nicht für den Stadtverkehr vorgesehen sei, ließ das Gericht nicht gelten: Müssten Nutzer den Autopiloten zwischen Autobahn, Außerortsverkehr und Stadtverkehr händisch an- und ausschalten, könne das vom Verkehrsgeschehen ablenken. »Ein weiteres Mal zeigt sich, dass Tesla beim Thema Autopilot das vollmundig Versprochene nicht einhält«, sagt Klägeranwalt Christoph Lindner. Eine Technologieführerschaft bei den Assistenzsystemen sehe jedenfalls anders aus.
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Tesla-Chef Elon Musk hat einen Durchbruch zum selbstfahrenden Auto zur Schicksalsfrage für sein Unternehmen erklärt. Dieses Problem zu lösen, sei »entscheidend«, sagte Musk im Juni im Interview mit Mitgliedern eines Tesla-Klubs im Silicon Valley. Hier liege der Unterschied, »ob Tesla sehr viel Geld wert ist oder im Grunde null«. Dennoch verkündete Tesla in dieser Woche die Schließung eines Standorts im kalifornischen San Mateo, wo 229 Beschäftigte am Autopiloten arbeiteten. Als Grund nannte Musk seine Sorge vor schlechten Wirtschaftsaussichten. Am Mittwoch gab der Topmanager Andrej Karpathy seinen Abschied bekannt. Karpathy leitete bislang die Entwicklung der künstlichen Intelligenz für Teslas Autopiloten, war aber bereits seit März in einer beruflichen Auszeit.
In den USA hat die Verkehrsbehörde NHTSA im Juni ihre Untersuchung zum Autopiloten ausgeweitet. Die Behörde prüft in mehr als 200 Unfällen mit Autopilot-Beteiligung, ob das Design des Systems die Unfallgefahr erhöht. Als nächsten Schritt könnte sie das Unternehmen zu einer Korrektur verpflichten, um sicherzustellen, dass die Menschen am Steuer sich jederzeit auf den Straßenverkehr konzentrieren. Betroffen sind rund 830.000 Fahrzeuge, die von 2014 bis heute zugelassen wurden.
Keiner da, der sich kümmert
Die düsteren Prognosen von Wirtschaftsexperten tat man über Jahre als überzogen ab. Nun ist der Personalmangel da – und trifft Deutschland mit Wucht. Gesucht werden nicht nur Menschen mit Spitzenqualifikationen, sondern auch mit ganz alltäglichen Berufen. Ohne sie droht dem Land der Kollaps.
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Tesla kommentiert das Münchner Verfahren nicht. Der US-Konzern hat Berufung eingelegt, die Klägerin auch: Sie fordert statt des Geldes die Lieferung eines Neufahrzeugs.
Rückzahlung für Klägerin: Münchner Gericht sieht Sicherheitsmängel bei Tesla-Autopilot - DER SPIEGEL
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