Stand: 30.07.2022 08:31 Uhr
Für 44 Milliarden US-Dollar wollte Tesla-Chef Musk den Kurznachrichtendienst Twitter übernehmen. Dann ließ er den Deal platzen, Twitter klagte. Nun reichte Musk eine Gegenklage ein.
Im Streit um eine Übernahme von Twitter hat Tech-Milliardär Elon Musk mit einer Gegenklage gegen den Kurzbotschaftendienst reagiert. Musk reichte die Klage als "vertraulich" bei dem Gericht im US-Bundesstaat Delaware ein, vor dem Twitter den Gründer des Elektroautobauers Tesla verklagt hat, wie das Gericht mitteilte. Die Klage kann deswegen nicht eingesehen werden. Kurz zuvor hatte die zuständige Richterin den Prozessbeginn auf den 17. Oktober festgelegt.
Der reichste Mensch der Welt hatte die geplante Übernahme von Twitter für einen Preis von 44 Milliarden US-Dollar (rund 43 Milliarden Euro) Anfang Juli wegen angeblich "falscher und irreführender" Angaben des Kurzbotschaftendienstes platzen lassen.
Musk wirft Twitter falsche Angaben vor
Musk wirft Twitter insbesondere vor, eine zu niedrige Zahl von Spam- oder Fake-Konten auf der Plattform ausgewiesen zu haben. Twitter bezeichnete diese Begründung als "Heuchelei" und will Musk gerichtlich zum Vollzug des vertraglich vereinbarten Kaufs zwingen. Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage anberaumt.
Beobachter halten eine gerichtliche Niederlage Musks und damit eine erzwungene Erfüllung des Übernahmeabkommens für durchaus denkbar. Möglich wäre auch, dass der Multimilliardär Twitter eine in der Vereinbarung vorgesehene Vertragsstrafe von bis zu einer Milliarde US-Dollar zahlen muss.
Streit um Übernahme: Nun klagt Musk gegen Twitter - tagesschau.de
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